Pressgeschweißte Dehnungsbänder aus Kupferlamellen (PE) gehören zu den am häufigsten bestellten Produkten, um Hochstromanlagen zu verbinden und Schwingungen auszugleichen. Zusammen mit den PG-Verbindungen aus flachem Kupfergeflecht bilden sie die Grundlage aller Verbindungen in der Energietechnik.
Pressgeschweißt, genietet oder geschweißt?
Die Herstellung flexibler Verbindungen ist eine Nischenbranche, die den Bedarf von Planungsbüros in der Energietechnik deckt. Der Maschinenpark eines solchen Betriebs ist eine Herausforderung, weil die Maschinen für einen bestimmten Hersteller ausgelegt werden.
Wir fertigen Verbindungen seit 2000 und haben im Laufe der Jahre verschiedene Verfahren eingesetzt. Verbindungen aus Kupferlamellen lassen sich herstellen durch:
- Nieten: An den Enden werden Löcher gebohrt, Kupfernieten eingesetzt und verpresst.
- Anschweißen der Enden: An beide Enden des Lamellenpakets wird eine Kupferflachschiene passender Dicke geschweißt, die den Anschluss bildet und die Lamellen zusammenhält.
- Pressschweißen: Die Kupferlamellen werden auf einer Widerstandsschweißmaschine mit hoher Stromstärke verbunden.
Pressgeschweißte Verbindungen sind in Qualität und Fertigungsgeschwindigkeit eindeutig die beste Wahl, erfordern aber geeignete Schweißmaschinen und viel elektrische Leistung im Werk.

Was bewirkt das Pressschweißen?
Unter hohem Strom und dem Druck der Presse verbindet sich das Kupfer zu einem einzigen Stück, das an den Enden der Verbindung täuschend echt wie eine Flachschiene aussieht.
So vereint die Verbindung zwei Vorteile: Sie ist flexibel und an den Enden zugleich starr wie eine Flachschiene. Sie eignet sich überall dort, wo die Verbindung nicht in mehrere Richtungen bewegt werden muss. Kupferlamellen sind von Natur aus weniger beweglich als ein vergleichbares Produkt aus flachem Kupfergeflecht.
Woraus bestehen PE-Dehnungsbänder?
Für Dehnungsbänder werden Kupferlamellen mit 0,2 bis 0,5 mm Dicke verwendet, die entsprechend dem benötigten Querschnitt paketiert und anschließend verbunden werden. Sie bestehen aus Kupfer Cu-ETP, meist halbhart oder weich.
Dabei lohnt ein Blick auf den Härtezustand: Weiches Kupfer federt nicht, die Verbindung gibt daher leicht nach und verformt sich.
Die Lamellen werden in der Regel auf einer Widerstandsschweißmaschine mit hydraulischer Presse und Graphitelektroden verbunden. Bei IZAR setzen wir Hochleistungsschweißmaschinen ein, mit denen sich auch große Querschnitte verbinden lassen.
Bei vergleichbaren Verbindungen aus Aluminiumlamellen kommt Pressschweißen nicht infrage: Aluminium ist mit einer Oxidschicht überzogen, die verhindert, dass sich die Lamellen zu einem Stück verbinden. Solche Verbindungen können nur genietet oder geschweißt werden.

Die Breite eines Lamellenbands passen wir meist an den Anschluss an, die Dicke an die Strombelastbarkeit. Die Tabelle der Strombelastbarkeit finden Sie auf unserer Website; bei Sonderanfragen helfen wir, den passenden Querschnitt zu berechnen.
Lassen sich Dehnungsbänder aus Kupferlamellen verzinnen oder versilbern?
Ja. Pressgeschweißte Verbindungen können je nach Projektanforderung verzinnt oder versilbert werden. Die Beschichtung wird galvanisch aufgebracht.
Welche Formen sind möglich?
Anders als Verbindungen aus flachem Kupfergeflecht werden Dehnungsbänder aus Kupferlamellen bereits bei der Herstellung geformt. Standardmäßig können sie am Anschluss abgewinkelt werden; sehr gefragt sind aber auch profilierte Verbindungen wie auf dem Foto unten.

Welche Vorteile haben pressgeschweißte Verbindungen?
Vor allem sind sie etwas günstiger als PG-Verbindungen aus flachem Kupfergeflecht. Bei großen Stückzahlen fällt das stark ins Gewicht.
Bei gleichem Querschnitt ist ihr Anschluss um etwa 40 % dünner. Damit eignen sie sich gut, wenn wenig Platz für die Montage ist (starre Anschlüsse dicht beieinander).
Bei Kurzschlussströmen verhalten sie sich stabiler. Ihre Oberfläche kann nicht nur galvanisch beschichtet, sondern auch mit speziell dafür vorgesehenen Farben lackiert werden.
Diese Verbindungen sind sehr langlebig, aber weniger beweglich als Verbindungen aus Kupfergeflecht. Die Wahl trifft der Konstrukteur.
Wenn Sie mehr über PE-Dehnungsbänder aus Kupferlamellen erfahren möchten, nutzen Sie unser Kontaktformular oder rufen Sie uns unter +48 71 303 62 09 an und sprechen Sie mit unserem Experten über die Möglichkeiten dieser Verbindungen.
Sie möchten ein Angebot oder die Strombelastbarkeit für Ihre Verbindung wissen? Senden Sie Ihre Anfrage an biuro@izar.pl.


